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Weingut und Gästehaus Herty

Rebschule

Nicht nur in der Vegetationszeit in der die Pflanze wächst und sich entfaltet, auch in der Ruhephase der Vegetation, im Winter, verbring der Winzer viele Arbeitsstunden in den Weinbergen. Neben den Arbeiten an dem Weinstock selbst, muss auch der Boden bearbeitet werden. Der Boden spielt für die Fruchtbarkeit eine sehr große Rolle. Eine intensive Pflege, insbesondere die Bodenlockerung sowie die ständige Bodenbeurteilung zur Feststellung der Bodenbeurteilung gehören hierbei zu den nötigen Maßnahmen.

Im Frühjahr:

Die Reben im Frühjahr
Rebe geschnitten und...
Die Reben im Frühjahr
in Form gebracht,
Die Reben im Frühjahr
für gleichmäßige Versorgung

Schon in den ersten beiden Monaten des Jahres beginnt die Arbeit des Winzers in den Weinbergen. Im Laufe der Vegetation wachsen viele Triebe am Fruchtbogen (der Rebe) hatten Trauben und sind nun abgetragen. Dieser Bogen muss nun beim Vorschnitt entfernt werden. Stehen bleibt der neue Fruchtbogen für die nächste Saison sowie der Ersatzzapfen für die Übernächste.

Das abgeschnittene Holz der Rebe wird mit Maschinen verkleinert und mit in den Boden eingearbeitet. Hiermit erreicht der Winzer eine natürliche Humusanreicherung der Erde.

Der Rebschnitt sowie das Anbinden der Rebe ist bis heute eine aufwendige und intensive Handarbeit, die bei einem größeren Betrieb mehrere Wochen in Anspruch nimmt.

Im Anschluss müssen, vor dem Austrieb der Pflanzen, diese nun gebogen und durch Binden an den Draht in Form gebracht werden. Dies sorgt für eine gleichmäßige Versorgung der Triebe mit den nötigen Nährstoffen.

Der Boden wird, mit dem Einsatz von entsprechenden Maschinen, gelockert und durch die Aussaat von begrünenden Pflanzen auf natürliche Art unterstützt. Durch gezielte und auf Bedarf abgestimmte Düngung der Rebzeilen werden die bestmöglichen Bedingungen für die Reben geschaffen und das Grundwasser geschützt.

Beim Einsatz von Spritzmitteln heißt es: soviel wie nötig - so wenig wie möglich. Ausschlaggebend für den Einsatz dieser Hilfsmittel ist der Schutz gegen tierische Schädlinge und Pilzerkrankungen.

Im Sommer:

Zur Qualitätssteigerung beginnt, in dieser hitzigen Jahreszeit, das Ausbrechen (auch Ausgeizen genannt) von den unerwünschten Trieben. Dieses stärkt den Wuchs der vorhandenen Triebe.

In den Sommermonaten wächst eine rießige Laubwand heran. Durch das Entfernen der Blätter wird für die heranwachsenden Trauben eine bessere Lichtwirkung und Durchlüftung geschaffen.

Eine weitere Maßnahme, die durch Handarbeit erledigt werden muss, ist ist das Entfernen von überflüssigen und nicht gereiften Trauben. Durch die Reduzierung dieser Traubenmasse profitiert die noch vorhandene Frucht durch entsprechend mehr Nährstoffe.
Die Erntemenge wird zwar dadurch geringer, bedeutet dies bessere und extraktreichere Weine.

Im Herbst :

Die Reben im Herbst
Patrik kontrolliert die Frucht...
Die Reben im Herbst
sowie ihre Öchslegrade
Die Reben im Herbst
Der Herbst beginnt

Der Maßstab für die Reife der Traubenfrucht ist ihr Zuckergehalt. Dieser kann der Winzer mithilfe eines entsprechenden Messgerätes am Saft der Fruchtbeere in Öchselgraden messen. An ihm wird im wesentlichen auch bestimmt, wann die Trauben gelesen werden.

Der wichtigste Moment des Winzers ist wohl der Beginn der Weinlese. Hier entscheidet sich, ob sich seine Mühe und Arbeit über das ganze Jahr gelohnt hat. Das Einholen der Trauben hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört z.B. die Art der Rebsorte und die Witterung. Letztendlich ist es jedoch die Enscheidung des Winzers selbst, wann seine Trauben den Weg in seinen Weinkeller finden.

Die Reben im Herbst
Isolde erntet per Hand
Die Reben im Herbst
Einsatz des Vollernters
Die Reben im Herbst
Rebe nach Ernte

Viel wichtiger ist die Frage, wie die Trauben geerntet werden sollen - per Hand oder maschinell. Eine handgelesene Ernte erfordert viel Arbeitskraft, Arbeitseinsatz und Helfer was sich, durch die Auswahl der herausschneidenden Trauben, auf die Qualität des Weines auswirken kann. Der Vollernter spart dagegen Zeit. Die Frucht wird durch Vibration von der Rebe gerüttelt und aufgefangen. Durch korrekte Einstellung der Erntemaschine und optimaler Reife der Trauben ist diese maschinelle Art der Ernte durchaus schonend und bedeutet kaum eine Qualitätsminderung.